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Glas in der AntikeGlas Armreif Elsarn

Plinius der ältere beschreibt in der Historia naturalis die Herstellung und Verbreitung des Glases im Imperium Romanum. Er erwähnt Glassandlager in Italien, Hispanien und Gallien, aber an keiner dieser Stätten entwickelte sich eine so bedeutende Glasherstellung wie an der palästinischen Küste zwischen Akkon und Tyros sowie in den ägyptischen Glashütten rund um den Wadi Natrun bei Alexandria.
Chemische Analysen und Erkenntnisse der experimentellen Archäologie haben Plinius in vielen Fragen bestätigt.
Zur Römerzeit wurde Glas mit Flusssand und Natron aus ägypten geschmolzen. Das ägypt. Natron wurde am Wadi Natrun (natürl. Natronsee in Nord-ägypten) abgebaut und von den Phöniziern in den Mittelmeerraum exportiert. Es war ziemlich rein und enthielt mehr als 40 Prozent Natriumoxid (auf das Oxid bezogen, faktisch aber Natriumcarbonat) und bis zu 4 Prozent Kalk. Die Zusammensetzung machte es zu einem idealen Schmelzmittel.

Glasbearbeitung in Elsarn

Glas Erzeugnisse ElsarnGlas Bearbeitung ElsarnGlas Erzeugung Elsarn

Glas bei den Kelten und Germanen

Glasarmringe sind eine typische Schmuckform, die neben gläsernen Fingerringen und Ringperlen zur mittleren La-Tene-Zeit im keltischen Mitteleuropa als Frauenschmuck aufkommt und als Grabbeigabe gefunden wird. Gerhard ist es nach zahlreichen Versuchen und auch einigen Fehlschlägen gelungen, Repliken dieser gläsernen Armreifen herzustellen.
Im frühen Mittelalter stellten die Germanen überall dort, wo die Römer sich zurückgezogen hatten, Glas her, das nahtlos an die schon germanisierte spätantike Formensprache anschließt. In der Forschung geht man davon aus, dass die Franken eine frühe Form des "Recycling" betrieben, indem sie noch vorhandene römische Gläser wiederverwerteten.

Schon gewußt?

Die erste bekannte Rezeptur für die Glasherstellung hinterließ der assyrische König Ashurbanipal auf einer Tontafelbibliothek um 650 vor Christus: "Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen, 5 Teile Kreide - und Du erhältst Glas." Sand, Kalk, Soda und Pottasche hieß die Rezeptur später. Die chemischen Bestandteile waren im Prinzip gleich. Bei 1400 Grad Celsius schmelzen sie zu Glas. Die älteste textliche Erwähnung stammt aus Ugarit und wird auf etwa 1600 v. Chr. datiert. Als älteste Funde gelten die Nuzi-Perlen. Das älteste sicher zu datierende Glasgefäß ist ein Kelch, der den Namen des ägyptischen Pharaos Thutmosis III. trägt und um 1450 v. Chr. entstand.
Quelle: Wikipedia

Die Glasmacherpfeife wurde um 200 vor Christus in Syrien erfunden. In Folge ließen sich wesentlich aufwendigere Formen aus Glasmasse gestalten. Die Pfeife ist ein ein bis eineinhalb Meter langes Eisenrohr mit einem gegen die Hitze isolierten Mundstück. Eine kleine Erweiterung am andere Ende sorgt dafür, daß die Glasmasse daran hängen bleibt und die verschiedensten Objekte "geblasen" werden können. Mit dem Untergang des Römischen Reiches um 400 nach Christus ging leider viel technisches Wissen verloren; so auch das Wissen um die Glasmacherpfeife.

 

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